Verdinest Rauchfangkehrer

Soviel verdienst du als Rauchfangkehrer*in - Oberösterreich 2022

Wenn du auf der Suche nach einem neuen Job bist, stellst du dir irgendwann die Frage: Wieviel werde ich verdienen? Kollektivverträge sind für einen Laien aber oft etwas mühsam zu lesen und die Bruttoangaben lassen teils wenig Rückschlüsse darauf zu, was im Endeffekt auf deinem Konto landet. In diesem Beitrag werden wir deshalb etwas genauer ins Detail gehen, und deine Lohnaussichten als angehender Rauchfangkehrer oder als angehende Rauchfangkehrerin näher betrachten.

Der Kollektivvertrag

Dein Lohn als Rauchfangkehrer*in ist im oberösterreichischen Kollektivvertrag geregelt. Dort sind Dinge wie die Arbeitszeit, die Lohnstaffelung, Urlaubsanspruch, Krankengeld und Weiteres genauer ausgeführt.

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit des Rauchfangkehrers/der Rauchfangkehrerin ist mit 40 Wochenstunden festgelegt. Diese 40 Stunden werden in der Regel auf fünf Arbeitstage aufgeteilt. Solltest du aber als Arbeitnehmer*in mal einen Tag frei brauchen, aber keinen Urlaub dafür verwenden wollen, kannst du z.B. dein Wochenpensum auch schon an den restlichen vier Tagen abarbeiten.

Das verdienst du als Rauchfangkehrer*in

Kommen wir zu deinem Lohn als Rauchfangkehrer*in. Dieser ist in der sogenannten Lohnordnung des Kollektivvertrages geregelt. Dabei wird anhand deiner Qualifikation unterschieden in welche Kategorie du fällst. Diese Kategorien teilen sich in qualifizierte Gesellen (mit Zusatzausbildungen) und Gesellen mit Meisterprüfung, normale Gesellen, Gehilfen und Lehrlinge auf.

In der Lohnordnung findest du ausschließlich Bruttobeträge, von denen noch die Sozialversicherung und, je nach Höhe des Lohns, die Lohnsteuer abgezogen werden. Die Bruttobeträge kannst du z.B. mit dem Brutto-Netto Rechner der Arbeiterkammer in Nettobeträge umwandeln. So erhältst du ein Bild davon, wieviel vom Bruttolohn ca. auf deinem Konto landen wird.

Weiters bekommst du monatlich eine Schmutzzulage in der Höhe von €150,60 als Lehrling oder €203,20 als Meister, Geselle oder Gehilfe.

Für jeden Arbeitstag, an dem du außerhalb der Betriebsstätte unterwegs bist, bekommst du eine Außerhauszulage von €6,70 als Lehrling oder €8,90 als Meister, Geselle oder Gehilfe. Diese Zulagen kommen zu deinem Nettolohn steuerfrei dazu.

Lehrlinge

Dein Berufsleben als Rauchfangkehrer*in beginnt üblicherweise mit der Lehre – wenn du noch nicht weißt, was dich im Beruf erwartet, kannst du dir auf dieser Seite ein Bild davon machen. Als Lehrling, frisch von der Schule, ist es natürlich wichtig zu wissen, wieviel man in seinem zukünftigen Job verdient. Dabei ist der Beruf des Rauchfangkehrers, auch aufgrund der Zulagen, eher im oberen Mittelfeld angesiedelt.

  • im 1. Lehrjahr € 555,60 monatlich
  • im 2. Lehrjahr € 780,000 monatlich
  • im 3. Lehrjahr € 1004,40 monatlich

Gehilfe

Solltest du bereits eine Lehre oder anderweitige Ausbildung absolviert haben, kannst du als Gehilfe bei einem Rauchfangkehrerbetrieb anfangen. Aber Achtung: Da das Aufgabengebiet relativ breit gefächert ist, haben die meisten Rauchfangkehrerbetriebe nur bedingt die Möglichkeit, ungelernte Arbeitnehmer einzustellen.

  • im 1. und 2. Gehilfenjahr € 1.836,10 monatlich
  • im 3. und 4. Gehilfenjahr € 1.901,00 monatlich
  • ab dem 5. Gehilfenjahr € 1.957,70 monatlich

Geselle

Als ausgebildeter Geselle bist du in jedem Rauchfangkehrerunternehmen gerne gesehen. Den Gesellenstatus erlangst du, wenn du deine Lehrabschlussprüfung erfolgreich absolviert hast.

  • im 1. und 2. Gesellenjahr € 1.921,90 monatlich
  • im 3. und 4. Gesellenjahr € 1.992,60 monatlich
  • ab dem 5. Gesellenjahr € 2.053,70 monatlich

Qualifizierter Geselle & Meister

Als qualifizierter Geselle oder als Geselle mit Meisterprüfung hast du schon eine Menge weiterführendes Wissen gesammelt und viele Zusatzausbildungen abgeschlossen. Mit diesem Portfolio ausgestattet, bist du für die meisten Rauchfangkehrerbetriebe eine wertvoller Mitarbeiter, der auch dementsprechend entlohnt werden soll.

  • Qualifizierte Gesellen € 2.153,60 monatlich

Arbeitskleidung und Utensilien

Damit du als Rauchfangkehrer*in deine Arbeit entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ausführen kannst, ist dein Arbeitgeber verpflichtet, dir eine entsprechende Arbeitskleidung für den Sommer und den Winter, sowie passende Arbeitsschuhe und Arbeitshandschuhe zur Verfügung zu stellen.

Weiterführende Infos

Wenn du weitere Fragen rund um den Beruf des Rauchfangkehrers hast oder den Beruf gerne erlernen möchtest, kannst du dir hier unser Tätigkeitsfeld näher ansehen oder in unseren Beiträgen nach interessanten Artikeln stöbern. Bei Fragen kannst du uns auch gerne direkt kontaktieren.


Kehrfristen und die Überprüfung von Rauchfängen

Rauchfänge von Feuerstätten müssen lt. §32 (2) Punkt 1 und 2 des Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz kontinuierlich auf Brandsicherheit überprüft und gegebenenfalls gereinigt werden. In diesem Beitrag können Sie sich als Kunde einen Überblick verschaffen, wann und wie oft Ihr Rauchfang zu überprüfen ist.

Die Überprüfungsintervalle

Die Anzahl der Überprüfungen ist abhängig von der Nutzungsintensität (Heizperiode, ganzjährig, ...), vom verwendeten Brennstoff (Fest, flüssig, gasförmig, ...) und von der Leistung der Feuerstätte. Dies ist in Anlage 6 u. 7 des Luftreinhalte- und Energietechnikgesetzes geregelt.

Die Heizperiode

In Österreich umfasst die Heizperiode acht Monate. Sie reicht vom 1. Oktober bis zum 31. Mai des Folgejahres. Die Überprüfungsintervalle von Rauchfängen sind dabei grundsätzlich an die Heizperiode gebunden, wobei in gewissen Fällen von einer Bindung an die Heizperiode abgesehen werden kann. Der Rauchfangkehrer hat die Möglichkeit, ab September mit den Überprüfungen zu beginnen, um die Arbeitslast gleichmäßiger auf die folgenden Monate verteilen zu können.

Die Nutzungsintensität

Die Intensität der Nutzung ist in vier Kategorien unterteilt

  • Ganzjährig: Nutzung der Feuerstätte das ganze Jahr hindurch (z.B. Heizung mit Warmwasserbereitung)
  • Heizperiode: Nutzung der Feuerstätte in der Heizperiode (z.B. als klassische Raumheizung)
  • Gelegentliche Nutzung: Die Feuerstätte wird mehr als 30 Tage/Jahr aber nicht die gesamte Heizperiode hindurch genutzt
  • Seltene Nutzung: Die Feuerstätte weniger als 30 Tage pro Jahr benutzt
Die Brennstoffklassen

Brennstoffe werden in 3 Klassen unterteilt, wobei es bei jeder Brennstoffklasse weitere Unterteilungen gibt:

  • Feste Brennstoffe: Stückgut, Pellets, Hackgut, Koks und weitere Brennstoffe, die in natürlichem Zustand in fester Form vorkommen
  • Flüssige Brennstoffe: Heizöle aller Art wobei (außer in Ausnahmefällen) im Kleinhausbau nur mehr "Heizöl extra leicht (HEL)" zugelassen ist
  • Gasförmige Brennstoffe: Im städtischen Bereich Erdgas und im ländlichen Bereich Flüssiggas (Propan, Butan)
Die Leistung

Im Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz wird zwischen zwei Leistungsbereichen unterschieden:

  • bis 120kW: Fänge von Feuerstätten mit einer Leistung bis 120kW werden anhand der Anlage 6 des Luftreinhalte- und Energietechnikgesetzes geregelt. Die genaue Anzahl der Überprüfungen ist in den nachfolgenden Tabellen aufgeschlüsselt.
  • ab 120kW: Fänge von Feuerstätten ab 120kW werden monatlich überprüft. Das bedeutet bei einer Nutzung in der Heizperiode 8 und bei ganzjähriger Nutzung 12 Überprüfungen (ausgenommen Gasfeuerstätten)

Überprüfungsintervalle im Detail

In den folgenden Tabellen finden sie die Anzahl der Überprüfungen für unterschiedliche Feuerstätten gestaffelt nach der Häufigkeit der Nutzung.

Flüssige Brennstoffe bis 120kW

Zu den flüssigen Brennstoffen zählen im Kleinhausbau Heizöl-Extraleicht (HEL) und in Ausnahmefällen Heizöl-Leicht (HL).

Feuerstätte Ganzjährig Heizperiode gelegentlich selten
Öl-Gebläsebrenner 3 2 2 1
Öl-Verdampferbrenner bis zu 6 4 2 1
Holzpellets (automatisch beschickt) bis 120kW

Automatisch beschickte Pelletfeuerungsanlagen sind solche Anlagen, die z.B. über eine Saugleitung oder über eine Schnecke den Brennstoff aus einem Behälter (z.B. BigBag) oder Lagerraum automatisch zur Feuerstätte transportieren.

Feuerstätte Ganzjährig Heizperiode gelegentlich selten
Holzpellets über 20kW 4 3 2 1
Holzpellets bis 20kW 3 2 2 1
Holzpellets (händisch beschickt) bis 120kW

Zu den händisch beschickten Pelletfeuerungsanlagen zählen z.B. Pelletöfen mit eingebautem Vorratsbehälter die nicht an einen Lagerraum oder externen Behälter angeschlossen sind

Feuerstätte Ganzjährig Heizperiode gelegentlich selten
Holzpellets händisch beschickt bis zu 6 4 2 1
Sonstige feste Brennstoffe bis 120kW

Zu den sonstigen festen Brennstoffen zählen z.B. Hackgut und Stückholz

Feuerstätte Ganzjährig Heizperiode gelegentlich selten
Holzpellets händisch beschickt bis zu 6 4 2 1

Fazit

Dieser Artikel hat hoffentlich etwas Licht in ins Dunkel der, auf den ersten Blick etwas verwirrend anmutenden, Überprüfungsintervalle von Rauchfängen gebracht. Bei weiteren Fragen zu diesem Thema können wir Sie gerne persönlich oder telefonisch beraten.


Abnahme von Rauchfängen und Feuerstätten

Eine neue Zentralheizung, ein neuer Kachelofen oder ein neuer Tischherd sorgen für wohlige Wärme in Ihrem Zuhause. Dabei sollte aber nicht auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen vergessen werden, die für den Betrieb von Feuerstätten und Rauchfängen gelten. In Oberösterreich sind diese im Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz geregelt.

Abnahme von Feuerstätten

Laut §22 des Oö. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetzes sind Feuerstätten immer (!) abnahmepflichtig:

(1) Die über eine neu errichtete oder wesentlich geänderte Heizungsanlage verfügungsberechtigte Person ist - auch dann, wenn die Anlage weder nach § 19 bewilligungspflichtig noch nach § 21 anzeigepflichtig ist - verpflichtet, die Anlage vor ihrer erstmaligen Inbetriebnahme durch einen Berechtigten oder eine Berechtigte im Sinn des Abs. 3 überprüfen zu lassen.

Für Sie als Verfügungsberechtigter, also als Benutzer oder Eigentümer dieser Anlage, bedeutet das, dass Sie z.B. einen Installateur, einen Ziviltechniker, einen Hafner oder Ihren Rauchfangkehrer mit der Erstellung eines Abnahmebefundes lt. Oö. Heizungsanlagen und Brennstoffverordnung beauftragen müssen. Diese Abnahme muss erledigt werden, bevor die Anlage in Betrieb genommen wird.

Die Überprüfung der Feuerstätte besteht dabei aus einem technischen- und einem umweltbezogenen Teil. Im technischen Teil wird die Ausführung der Feuerstätte entsprechend der geltenden Normen kontrolliert. Dabei werden der bauliche Brandschutz, die Dimensionierung, die Versorgung mit ausreichend Verbrennungsluft und weitere Aspekte beurteilt.

Bei Feuerstätten über 15kW ist auch eine umwelttechnische Überprüfung anhand einer Abgasmessung durchzuführen wobei bei Anlagen im Kleinhausbau meist von der Messung bei der Inbetriebnahme abgesehen werden kann, da hier die Prüfstandswerte herangezogen werden können. Die Abgasmessung wird bei Zentralheizungsanlagen oft bei der Inbetriebnahme vom Servicetechniker der jeweiligen Firma durchgeführt oder vom Mitarbeiter der Firma, die Sie mit der Erstellung des Abnahmebefundes beauftragt haben.

Abnahme von Rauchfängen

Zusätzlich zum Abnahmebefund der Feuerstätte muss der Rauchfangkehrer lt. §32 des Oö. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetzes einen Befund des Rauchfanges erstellen:

(1) Fänge sind vor ihrer erstmaligen Inbetriebnahme vom Rauchfangkehrer oder der Rauchfangkehrerin auf Brandsicherheit, Betriebssicherheit und Dichtheit zu überprüfen; dies gilt auch für die erstmalige Inbetriebnahme nach der Durchführung einer wesentlichen Änderung eines Fangs und nach dem Anschluss einer neu errichteten oder wesentlich geänderten Feuerungsanlage an einen Fang.

Dieser Befund darf ausschließlich vom öffentlich zugelassenen Rauchfangkehrer erstellt werden. Die Überprüfung besteht dabei aus der Beurteilung der Brandsicherheit, der Betriebssicherheit und der Dichtheit.

Die Prüfung auf Brandsicherheit beinhaltet Aspekte des Brandschutzes, wie z.B. den Abstand zu brennbaren Bauteilen, die Rußbrandbeständigkeit bei der Verwendung von Festbrennstoffen, die Verwendung geeigneter Fangbaustoffe und weiteres.

Bei der Betriebssicherheit geht es hauptsächlich darum, den Rauchfang und die angeschlossenen Feuerstätten als gesamte Einheit zu beurteilen. Das wird anhand einer Berechnung nach ÖNORM EN 13384-1 od. 2 nachgewiesen. Diese Berechnung gibt Aufschluss darüber, ob der Auftrieb ("Zug"), den der Fang aufgrund seiner Dimensionen bereitstellt, genügt, um die angeschlossene Feuerstätte sicher für Umwelt und Personen zu betreiben. Weiters kann anhand der Berechnung abgeschätzt werden, ob Probleme mit der Kondensation von Verbrennungswasser und damit einhergehende Versottungen entstehen können. Neben der Berechnung werden bei der Betriebssicherheit auch der sichere Zugang zu den Prüföffnungen für den Rauchfangkehrer, das Vorhandensein von Fehlanschlüssen, der Abstand der Mündung zu Stromleitungen, die ausreichende Höhe des Rauchfanges über Dach und weitere Details überprüft.

Die Dichtheitsprobe bestätigt, dass ein Rauchfang keine baulichen Mängel aufweist, aufgrund derer Abgase in angrenzende Räume austreten können. Das wird, je nach Bauart der Anlage, mit einer Rauchpatrone, mit einem Unterdruck- oder mit einem Überdruckmessgerät nachgewiesen. Wenn dabei ein gewisser Schwellenwert (2/3 der zulässigen Leckrate) überschritten wird, muss mit einer Kamerainspektion dem erhöhten Messwert auf den Grund gegangen werden. Wenn eine Abgasanlage die Anforderungen an die Betriebsdichtheit laut ÖNORM B 8201 nicht erfüllt, muss diese saniert oder der Grund für die Undichtheit anderweitig behoben werden.

Erforderliche Unterlagen bei einer Abnahme

Um eine reibungslose Abnahme einer Feuerstätte oder eines Rauchfanges zu garantieren, sind gewisse technische Unterlagen erforderlich. Für Rauchfang und Feuerstätte muss (!) jeweils ein Typenschild vorhanden sein, auf dem die Daten der Anlage und deren Zulassung für Österreich ersichtlich sind. Ohne diese Daten, kann die Abnahme nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden. Bei gebrauchten Feuerstätten ohne Typenschild, können Sie diese Daten meist vom Hersteller anfordern. Sollte das auch nicht möglich sein, setzen Sie sich bitte vorab mit uns in Verbindung, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Fazit

Wenn Sie sich jetzt fragen, warum so ein Aufwand notwendig ist, dann ist die Antwort darauf ist ganz einfach: Weil es dabei um Ihre Gesundheit geht! Es gilt, Rauchgasvergiftungen, Brände mit Sach- oder Personenschaden oder finanzielle Belastungen aufgrund von Brandschäden mit allen Mitteln zu vermeiden. Die in Normen, technischen Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen festgelegten Überprüfungsabläufe sind solche Mittel. Diese garantieren, dass Menschenleben geschützt und im ganzen Land ein gleichmäßig hohes Schutzziel etabliert wird.

Wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.


Unser Kehrgebiet

Unser Kehrgebiet erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von 436 km² von Maria Neustift, über Großraming und Gaflenz bis nach Weyer.

Maria Neustift

Die Gemeinde Maria Neustift liegt im Bundesland Oberösterreich im Traunviertel auf einer Seehöhe von 613m. Maria Neustift gehört zum Bezirk Steyr-Land und zum Gerichtsbezirk Weyer.
Maria Neustift besitzt eine Fläche von 46 km² und hat 1.656 Einwohner.
Ortsteile: Blumau, Buchschachen, Dörfl, Grub, Hofberg, Neustift, Platten.

Großraming

Die Gemeinde Großraming gehört zum oberösterreichischen Bezirk Steyr-Land im Traunviertel und liegt auf einer Seehöhe von 446 m. Großraming besitzt eine Fläche von 108 km² und hat 2.763 Einwohner.
Ortsteile: Brunnbach, Großraming, Hintstein, Lumplgraben, Neustiftgraben, Oberplaißa, Pechgraben und Rodelsbach.

Weyer

Die Marktgemeinde Weyer liegt im österreichischen Bezirk Steyr-Land im Traunviertel. Weyer besitzt eine Fläche von 223 km², hat 4.590 Einwohner und liegt auf einer Seehöhe von 399m.
Ortsteile: Anger, Au, Frenz, Kleinreifling, Küpfern, Mühlein, Nach der Enns, Oberlaussa, Pichl, Rapoldeck, Unterlaussa und Weißwasser.

Gaflenz

Die Marktgemeinde Gaflenz liegt im Traunviertel auf 482m Seehöhe und gehört zum oberösterreichischen Bezirk Steyr-Land.
Gaflenz hat ca. 1.800 Einwohnern und besitzt eine Fläche von 59km².
Ortsteile: Breitenau, Gaflenz, Großgschnaidt, Kleingschnaidt, Lindau, Neudorf, Oberland und Pettendorf.


Wussten Sie...

... dass wir als Rauchfangkehrer*innen konstant in Kontakt mit den Menschen in unserem Kehrgebiet sind? Dies macht uns zum idealen Ansprechpartner, wenn es um Aufklärungsarbeit rund um Umweltschutz, Energiesparen oder Brandschutz geht.

Energie sparen • Umweltschutz

Wussten Sie, ...

... dass unsere Stromversorger 3 KW Strom erzeugen müssen, damit 1 KW Strom beim Verbraucher ankommt?
TIPP: Informieren Sie sich über Ökostromanbieter und gehen Sie bewusst mit Ihren Stromressourcen um.

... dass es bei der Gebäudedämmung in Österreich das zweitgrößte Energiesparpotential gibt?
TIPP: Nutzen Sie mögliche Förderungen für notwendige Investitionen - durch eingesparte Heizkosten rentieren sie sich in der Regel binnen weniger Jahre.

... dass rund 50% der Energie in einem Haushalt für das Heizen benötigt werden?
TIPP: Wir beraten Sie gerne und unabhängig bei der Auswahl und Nutzung eines effizienten Heizsystemes.

... dass 1mm Russ an den Heizflächen im Heizungskessel bis zu 10% Energieverlust verursacht?
TIPP: Im Zuge unserer gesetzlich vorgeschriebenen Besuche beseitigen wir diese Verbrennungsrückstände und überprüfen auch den baulichen Zustand ihrer Feuerungsanlage.

... dass in einem Haushalt pro Jahr durch den Stand-By-Verbrauch der Geräte mehr als 500 kWh Strom im Wert von € 100,- verschwendet werden können?
TIPP: Verwenden Sie eine abschaltbare Mehrfachsteckdose - so können Sie mehrere Geräte mit einem Handgriff vom Stromkreis trennen und Strom sparen. Besonders hohen Verbrauch im Stand-By haben Faxgeräte, Internet-Router und generell Computer- und Computerteile. Aber auch mit permanent an der Steckdose hängenden Ladegeräten wird einiges an Strom verbraucht.

... dass viele Haushalte zum Erwärmen von Wasser mehr Energie als nötig verbrauchen?
TIPP: Stellen Sie die Wassertemperatur an Boiler und Durchlauferhitzer auf 60°C ein und schalten Sie kleine Boiler über Nacht ganz ab.

... dass seit 1.1.2009 bei Neuvermietung, Sanierung oder Verkauf einer Wohnung für den Vermieter bzw. Eigentümer die Verpflichtung zur Vorlage eines Energieausweises besteht?
TIPP: Ihr Rauchfangkehrer ist berechtigt, einen Energieausweis auszustellen. Informieren Sie sich gerne unverbindlich bei uns.

... dass 1 Scheit Hartholz mit ca. 2,5 kg denselbsen Energiegehalt hat, wie 1 l Erdöl oder 1 m3 Erdgas und somit auch den entsprechenden Wert besitzt?

... dass eine alte Glühbirne nur 5% ihrer verbrauchten Energie in Licht umwandelt? 95% gehen als Wärme verloren.
TIPP: Benutzen Sie wenn möglich moderne Leuchtmittel auf LED Basis.

Brandschutz • Sicherheit

Wussten Sie, ...

... dass in Ländern, in denen es keine Regelung mit Reinigungs- und Überprüfungspflicht für Feuerungsanlagen gibt, die Zahl der Brandtoten pro 1 Mio. Einwohner wesentlich höher ist als in Österreich?
Im Vergleich:

  • Österreich: 6,9 Brandtote
  • Frankreich: 23,5 Brandtote
  • Großbritannien: 20,8 Brandtote
  • Schweden: 20,4 Brandtote
  • Dänemark: 20,3 Brandtote
  • Finnland: 19 Brandtote
  • Dagegen die Schweiz mit vergleichbarem System 6,1 Brandtote.

... dass bereits die geringe Menge von 1,3% des hochgiftigen, farb- und geruchlosen Kohlenmonoxydgases (CO) in der Atemluft für den Menschen tödlich ist?

... dass 80% der Brandopfer nicht verbrennen, sondern durch die giftigen Rauchgase umkommen?
TIPP: Aufgrund dieser Tatsachen ist die Anbringung von Rauchmeldern, besonders in den Schlafräumen sehr zu empfehlen.

... dass nach dem Bruch einer Energiesparlampe die Quecksilberbelastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm/Kubikmeter für Innenräume liegt?
TIPP: Verwenden Sie moderne Leuchtmittel auf LED Basis oder Energiesparlampen mit Bruchschutz - diese sind mit einer Kunststoffummantelung oder anderen Schutzmaßnahmen gegen ein Zerbrechen gesichert.
Entsorgen Sie Energiesparlampen bitte im Sondermüll, und achten Sie bei Zerbrechen einer Lampe auf gründliches Lüften und Reinigen des Raumes (Vorsicht - Lampenreste nur mit Handschuhen angreifen und NICHT aufsaugen).


Unser Berufsbild

Der Beruf des Rauchfangkehrers ist ein vielschichtiger. Wir sind neben Ihrem Rauchfang auch für eine Vielzahl anderer Tätigkeiten verantwortlich, die Ihnen Sicherheit und ein wohlig-warmes Zuhause garantieren.

Reinigung • Wartung • Befundung • Beratung

Wir Rauchfangkehrer*innen reinigen private, öffentliche und industrielle Feuerstätten, wie
•    Rauchfänge
•    Feuerungsanlagen
•    Abgasleitungen (Kamine)
•    Verbrennungseinrichtungen,
und überwachen deren Feuersicherheit, damit ein sicherer Abzug der Abgase gewährleistet bleibt.

Wir beraten in Fragen der Heizmöglichkeit und -technik, sowie der Brandverhütung.
Weiters kontrollieren wir auch die Feuerungsanlagen in Neubauten und erstellen bei nachträglichen Ein- oder Umbauten Kaminbefunde (Bestätigung über die Eignung eines Kamins für den Anschluss eines Heizgerätes).

Darüber hinaus sind wir unabhängige Berater hinsichtlich Energiespar- und Umweltschutztechniken. Diesbezüglich gehört zu unseren Aufgaben das Überprüfen von Feuerstätten auf Wirtschaftlichkeit (Abgasverluste) und Emissionen (Schadstoffausstoß) inkl. Prüfberichte und die Überprüfung auf Dichtheit von Rauch- bzw. Abgasführungen.

Wir überprüfen Abgas- und Rauchfänge sowie deren Verbindungsstücke zu den Feuerstätten auf freien Querschnitt, um sicherzustellen, dass das bei der Verbrennung entstehende unsichtbare, geruch- und geschmacklose Gas Kohlenmonoxid (CO), das bereits in kleinen Mengen hochgiftig ist und ab einem Gehalt von 1000 ppm tödlich sein kann, ungehindert ins Freie abgeführt werden kann und nicht in die Raumluft entweicht.

Auch das Ausstellen eines Energieausweises über die Gesamtenergieeffizienz bestehender Wohngebäude wird von uns angeboten.

Kehrperioden • Gesetzesblätter

Viele unserer Tätigkeiten sind durch gesetzliche Bestimmungen (z.B. Kehrverordnungen der einzelnen Bundesländer, Feuerpolizeiordnungen, …) festgelegt. So liegen z.B. die gesetzlich vorgegebenen Kehrungen zwischen ein- und zwölfmal pro Jahr (gesetzlich festgelegt je nach Dauer der Benutzung, nach Leistung, nach Art der Feuerungsanlage etc.).
Detaillierte Informationen dazu erhalten Sie bei uns persönlich oder im entsprechenden Gesetzblatt zum Download hier.

Bei jedem Besuch in Ihrem Objekt beseitigen wir nicht nur diverse Verbrennungsrückstände, sondern beobachten auch den baulichen Zustand der Feuerungsanlage. So können wir Mängel vor allem im so genannten Kaltbereich (unausgebaute Dachböden aber auch dem Bereich des Fanges über Dach) frühzeitig erkennen. Die Verbrennungsrückstände zeigen uns außerdem, ob der richtige Brennstoff verwendet wurde und die Feuerstätte energiesparend und umweltfreundlich betrieben wird.

Mängel • Feuerstättenüberprüfung

Bei der Feststellung von Mängeln der Feuerungsanlage sind wir verpflichtet, den/die Eigentümer/in zu deren Behebung aufzufordern. Wird dem NICHT nachgekommen und es kommt zu einem Brand oder einem anderen Schadensfall, der auf die Feuerstätte zurückzuführen ist, übernimmt die Versicherung des Eigners keine Haftung.

Um einem Schadensfall vorzubeugen und Mängel rechtzeitig zu erkennen, gibt es zusätzlich noch die gesetzlich vorgeschriebene Feuerstättenüberprüfung, die im abschließenden Feuerstättenbescheid die Betriebs- und Brandsicherheit der Feuerungsanlage und eventuelle Mängel sowie die Maßnahmen zu deren Behebung angibt.
Bei Fragen dazu, wenden Sie sich bitte an uns.

Wir arbeiten gewissenhaft für einen energieeffizienten und umweltschonenden Betrieb Ihrer Feuerungsanlagen und für Ihre Sicherheit.


Downloads:

Landesgesetzblatt - Überprüfung Gas
OÖ. Heizungsanlagen- und Brennstoff-Verordnung
OÖ. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz 2002
OÖ. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz / Novelle 2012
OÖ. Bauordnung